Die TCF Philosophie:
Sind Sie Sklave Ihrer Schläger?
… das heißt, passt sich Ihr Golf-Schläger an Sie an oder passen Sie sich dem Golf-Schläger an?
Der Einfluss, den der Schlägerbau auf den Ballflug und die Bewegung hat, wurde lange nicht nur unterschätzt, schlimmer noch: er war lange völlig unbekannt. Tatsache ist, dass Sie keinen guten Schwung erlernen werden, wenn Ihre Schläger nicht zu Ihnen passen. Mit unpassenden Golf-Schlägern müssen Sie kompensieren, um den Ball ins Ziel zu dirigieren. Das hat sich inzwischen sogar bei den Schläger-Firmen herumgesprochen. Vor fünf Jahren hatten nur einige ein vernünftiges dynamisches Fittingsystem. Mittlerweile haben alle Firmen irgendetwas, wobei die Betonung jedoch auf »irgendetwas« liegt! »Custom Fitting« im Pro-Shop oder im Kaufhaus mit Messtabellen reicht nicht; einzig ein »dynamisches Fitting« auf der Range ist seriös. Dazu muss man den Ballflug sehen und beurteilen können. Und das kann nur ein erfahrener, qualifizierter PGA Professional.
Die Einflüsse: Ballflug, Bewegung, Anatomie und Ihr Gefühl müssen einbezogen werden. Wenn Sie sich statisch vermessen lassen und im Kaufhaus Bälle in ein Netz schlagen, wird es auf der Range unerfreuliche Überraschungen geben. Standard-Schläger passen zu Ihnen genauso wie Schuhe der Größe 42 und Hosen der Größe 50: …zufällig vielleicht.
Ein Schläger hat zahlreiche Eigenschaften, die seine Qualität für einen bestimmten Spieler definieren – dazu die vier wichtigsten Beispiele:
1. Schaftlänge
Es ist ein Mythos, dass große Menschen längere Schläger brauchen als kleine Menschen. Generell gilt: Kurze Golf-Schläger sind leichter zu kontrollieren und produzieren weniger Geschwindigkeit. Längere Golf-Schläger sind schwerer zu kontrollieren und produzieren eine höhere Geschwindigkeit. Das heißt aber nicht, dass jeder mit einem längeren Golfschläger weiter schlagen würde. Was zählt, ist die Durchschnittslänge und die ist oft bei einem kurzen Golfschläger besser, weil der „Sweetspot“ leichter zu treffen ist. Für jeden Spieler gibt es also eine optimale Länge, die bei zwei Menschen mit genau der gleichen Körpergröße völlig unterschiedlich sein kann.
2. Lie
Der Lie ist der Winkel zwischen dem Schaft und dem Boden, wenn der Schlägerkopf auf der ganzen Sohle aufliegt. Ist der Lie zu aufrecht und schwebt die Spitze des Schlägerkopfes folglich im Treffmoment in der Luft, wird der Ball flach nach links starten und hooken – einen perfekten Schwung vorausgesetzt. Ist der Lie zu flach und schwebt die Hacke des Schlägerkopfes folglich im Treffmoment in der Luft, wird der Ball hoch nach rechts starten und slicen. Der »effektive Lie« wird auch von der Schaftlänge und dessen Steifigkeit beeinflusst. Die Stärke dieser Abweichungen hängt außerdem auch vom Loft ab: je größer der Loft, desto größer die Abweichungen. Sie müssen also mit falschen Golf-Schlägern nicht nur kompensieren, sondern obendrein auch noch mit jedem Golf-Schläger unterschiedlich kompensieren.
Wem folglich Golf allein zu einfach ist, der kaufe sich also Schläger von der Stange.
3. Schaftflexibilität
Viele glauben, mehr Flexibilität des Schaftes würde grundsätzlich die Schlägerkopfgeschwindigkeit erhöhen. Andere glauben, mehr Steife würde das per se erreichen. So einfach ist es nicht. Es gibt jedoch für jeden Spieler eine bestimmte Schaftflex- und Flexpunktkombination, die ideal ist, wobei diese Kombination bei dem Driver anders sein kann als bei den Eisen. Den größten Einfluss hat die Flexibilität auf die Flughöhe. Fliegen gut getroffene Bälle zu flach, bietet sich ein weicherer Schaft an, ein niedrigerer Flexpunkt oder ein leichterer Schaft. Fliegen gut getroffene Bälle zu hoch, wäre wahrscheinlich ein härterer Schaft, einen höherer Flexpunkt oder ein schwererer Schaft besser.
4.Loft
Wer Golf-Schläger mit zu wenig Loft spielt, muss versuchen, den Ball durch Schaufeln in die Luft zu bekommen oder er wird intuitiv die Schlagfläche öffnen. Einer guten Technik ist beides nicht gerade dienlich. Die meisten Golfer sollten deshalb statt eines Eisen vier oder drei, die Hölzer fünf und sieben benutzen. Auch den Driver kann man Zuhause lassen, wenn das Holz drei nicht beständig über 170 Meter fliegt. Wer den Driver einsetzen will, der sollte nicht wie Tiger Woods mit sieben Grad Loft anfangen, sondern es zunächst mit der doppelten Menge versuchen. Auch das erspart absurde Bewegungen, die nicht nur das Gleichgewicht während des Schwunges ruinieren.
Diese vier Eigenschaften waren nur einige Beispiele. Gewicht, MOI, Schlägerkopfdesign und Griffgröße spielen natürlich auch eine wichtige Rolle.
Die Quintessenz und daraus resultierende TCF Philosophie lautet in jedem Fall:
Ein angepasster Golfschläger ist wertvoller als 14 nicht passende Schläger!



